Rezeptgebühren

Rezeptgebührenbefreit?
Bei uns müssen Sie sich nicht bedanken!
Jährlich werden unsere KundInnen mit einer Erhöhung der Rezeptgebühren konfrontiert. Der Ärger trifft fälschlicherweise nicht selten uns in der Apotheke. Mit diesem Beitrag bringen wir „Licht ins Dunkel“ und klären rund um das Thema Rezeptgebühr auf.
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In Österreich beträgt die Rezeptgebühr seit dem Jänner 2019 €6,10 (2018 waren es €6). Im Jahr das Sie mit gültigem Kassenrezept in der Apotheke erhalten wollen, bezahlen Sie eine Rezeptgebühr. Mit der Rezeptgebühr ist in unserem Land also geregelt, welchen Kostenanteil PatientInnen für eine medikamentöse Behandlung selber übernehmen: nämlich €6,10 pro Packung (und nicht pro Rezeptschein).

Was aber, wenn die Kosten des Medikaments mehr als €6,10 betragen? Dann bezahlen die Sozialversicherungsträger, unsere Krankenkassen (wie GKK, SVA,…), den restlichen Betrag.
Anhand eines Beispiels soll dies verdeutlicht werden: Der Verkaufspreis eines Medikaments liegt bei €13. Österreichweit sind alle Apotheken an diesen Apothekenverkaufspreis gebunden. Von diesen €13 übernimmt der Kunde €6,10 in Form der Rezeptgebühr. Die restlichen €6,90 bekommt die Apotheke am Anfang des Folgemonats von der Krankenkasse des Kunden erstattet.

Was aber, wenn der Apothekenverkaufspreis unter €6,10 liegt?
Wenn das Medikament weniger als €6,10 kostet, entfällt die Rezeptgebühr und es ist der Eigenwert des Medikaments zu bezahlen. Eine Weiterverrechnung an die Krankenkasse erfolgt hier nicht. Trotzdem braucht man für solche Arzneimittel die Rezeptverschreibung durch den Arzt.

Rezeptpflichtig bedeutet, dass weder KundInnen noch ApothekerInnen darüber entscheiden können/ dürfen, das Arzneimittel einzunehmen. Es bedarf der Kontrolle und des Fachwissens von Allgemein- oder FachärztInnen.

Auch Dauermedikationen gehören zu dieser Kategorie. Es müssen auch hier immer wieder Kontrollen durchgeführt werden, um die Gesundheit der KundInnen zu gewährleisten.

ApothekerInnen können Ihnen jedoch Auskunft geben, welche alternativen Möglichkeiten zur Erhaltung und Genesung ihrer Gesundheit zur Verfügung stehen. Falls bei der Einnahme einer schulmedizinischen oder alternativen Arznei Nebenwirkungen auftreten, kontaktieren Sie bitte auf alle Fälle Ihre Apotheke oder auch Ihren Arzt. Wir in der Apotheke werden diese gegebenfalls auch an den jeweiligen Arzneimittelhersteller weiterleiten.

Nahrungsergänzungsmittel, homöopathische Zubereitungen, Tees oder andere Alternativ-Präparate können zur Erhaltung der Gesundheit und zur sanfteren Heilung des Körpers maßgeblich beitragen. Die Kosten für diese Produkte müssen von KundInnen zur Gänze selbst getragen werden.

Ihre Mag. Julia Horn